MSP. Wandern mit Genuss lautete das Motto der Turnfahrt. Was sich hinter diesem Motto verbarg, sollten die Teilnehmer in den kommenden 2 Tagen erfahren.

Am 17. September war es endlich wieder soweit. Mit einer bescheidenen Anzahl Turner (leider nur 7 Stück) machten wir uns mit einem Bus auf den Weg Richtung Flumserberge. Leider versprach uns der Wetterdienst nicht eine berauschende Wettervorhersage. Aber da wir uns noch nie vom Wetter die gute Laune vermiesen liessen, wurde das Wetter auch gleich wieder zur Nebensache. Nachdem das Gepäck aller Wanderer verladen war, fuhren wir gemütlich auf der Autobahn Richtung St. Gallen – bis uns nach Zürich der 1. Hunger und Durst aufforderte einen kleinen Kaffee-/Gipfelihalt einzulegen.

Kurz vor 12 Uhr trafen wir dann auf den Flumserbergen ein. Um uns für den 1. Teil der Wanderung ein bisschen zu schonen, konnten wir das Material, welches nicht mehr benötigt wurde, gleich schon im Restaurant Molseralp (unser Nachtlager) verstauen. Da die gesamte Fahrt gut 3 Stunden dauerte und unsere Kehlen auch bereits ein bisschen trocken waren, genehmigten wir uns ein kleines Apéro, welches durch ein spendiertes Käseplättchen vom Gastgeber noch um einiges angenehmer wurde. Nun war es an der Zeit uns mal etwas körperlich zu ertüchtigen. Nachdem jeder seine Wanderschuhe frisch gebunden und sich abmarschbereit gemacht hatte, ging es zur Gondelbahn, die uns auf den Maschgenkamm auf über 2000 Meter brachte. Auf dem Gipfel angekommen, mussten wir uns zuerst mal mit einem feinen Picknick aus dem Rucksack stärken. Da es doch recht frisch dort oben war, waren wir extrem froh, hatte es so etwas wie einen Znüniraum (in der Grösse von 2×2 Metern). Um unsere bereits leicht ausgekühlten Körper wieder auf Betriebstemperatur zu bringen, genehmigten wir uns nur zu gerne einen oder zwei wärmende Hauskaffees. Die Zeit schritt derweilen ständig voran und es war langsam an der Zeit uns auf den Weg vom Maschgenkamm Richtung Flumserberge hinunter zu begeben. Leider war uns die schöne Sicht auf die Churfirsten und den Walensee infolge starkem Nebel verwehrt. Da für den einen oder anderen die Flumserberge nicht total unbekannt waren, konnte immerhin den restlichen Wandervögeln erklärt werden, was sie wo sehen würden….

Nach einer Wanderung von knapp 3 Stunden, einer Rast und einem kleinem Einkehrschwung in der Seebenalp trafen wir wieder auf der Molseralp ein. Nun hiess es sich kurz frisch machen, damit wird uns zum Nachtessen einfinden konnten. Das Essen war nicht nur sehr gut, sondern auch sehr reichlich. Mit geselligen bzw. hochstehenden Spielen und tiefgreifenden Gesprächen liessen wir den Tag gemütlich ausklingen.

Der Morgen des 18. September brach heran und beim Blick aus dem Fenster eröffnete sich uns ein wundervolles Panorama –> Nebel, Nebel, nichts als Nebel….

Da der Sonntag ganz im Zeichen von Genuss und Action stand begaben wir uns zum Morgenessen mit der Hoffnung, dass sich der Nebel lichten würde. Und wie vermutet, interessierte dies den Nebel keine Spur und er hielt sich stur.

Nach einem ausgiebigen Morgenessen war es an der Zeit, den Rucksack zu packen. Von der Molseralp ging es nun, zuerst relativ flach, Richtung Prodalp. Man sah es in den Gesichtern der Wanderer: Gemütliches Marschieren am Morgenfrüh, das gefiel. Kurz vor der Prodalp jedoch mussten wir noch einen kleinen Anstieg meistern. Ging es doch darum einen Höhenunterschied von etwa 200 Metern zu überwinden. Auf der Prodalp angekommen, stand es den Teilnehmern frei, sich entweder im Restaurant von den Strapazen zu erholen oder sich im Klettergarten auszutoben. Diejenigen, die den Klettergarten besuchten, erfreuten sich an den diversen Schwierigkeitsgraden, welche es galt bis auf eine Höhe von 15 Metern zu überwinden. Ebenfalls bestand die Möglichkeit sich an diversen Seilen bis zu 700 Metern hin- und her gleiten zu lassen.

Nach knapp 2 Stunden mussten wir uns wieder auf den Weg machen, denn im „ Chrüz“ wartete bereits die Vor- und Hauptspeise auf uns. Und es wurde uns nicht zu viel versprochen, denn das Auswahlmenu war wirklich lecker und auch die Vielesser kamen dabei nicht zu kurz. Im Anschluss an das Essen bestand die Möglichkeit entweder zu Fuss hinunter ins Tal zu gelangen oder mittels dem Floomzer. Der Floomzer ist eine Rodelbahn mit einer Länge von über 2 Kilometern, einem Höhenunterschied von über 250 Metern und eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 40 Kmh. Selbstredend benutzten alle den Floomzer. Die einen in wilder Manier, die anderen gemütlich und beschaulich und wieder ein anderer mit dem Fotoapparat in den Fingern, um die Eindrücke festhalten zu können. An der Endstation angekommen, mussten wir nochmals eine kleine Wanderung unter die Füsse nehmen, um zu unserem Dessert zu gelangen. Auch dieses mundete sehr gut und zum Abschluss der Genusswanderung wurde noch jedem Teilnehmer ein Stück Alpkäse auf den Nachhauseweg mitgegeben….

Leicht erschöpft, um viele Eindrücke und um einiges an eingenommenen Kalorien reicher, kehrten wir am frühen Abend wieder wohlbehalten nach Liesberg zurück.

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