Am Freitag, dem 13. Juni (ja, wirklich Freitag der 13.!), machten sich zwölf Mitglieder unseres Turnvereins auf den Weg nach Lausanne. Ihre Mission: Den Zehn- respektive Siebenkampf lebend überstehen – und das möglichst mit Stil. 😊
Unser Oberturner Pascal musste verletzungsbedingt leider auf die sportliche Teilnahme verzichten, begleitete uns aber trotzdem. Als wandelndes Sportlexikon und Motivator stand er uns mit Rat und Tat zur Seite.
Nach einer längeren Zugfahrt erreichten wir den Campingplatz. Ein bereits aufgebautes Militärzelt wartete auf uns, wodurch uns das eigentliche Zeltaufbauen erspart blieb. Statt Heringe in den Boden zu prügeln, konnten wir gleich zum Festgelände weiterziehen und uns noch kurz stärken, bevor es ins Bett ging. Denn am nächsten Morgen war um 6:00 Uhr bereits Tagwache.
Tag 1
Mit verschlafenen Augen, aber voller Tatendrang, transferierten wir zum Stade Olympique de la Pontaise. Die Männer eröffneten um 7:35 Uhr mit dem 100m Sprint, während die Frauen um 8:40 Uhr beim 100m Hürdensprint antraten – wobei einige Hürden eher als Hindernisse, andere als Opfer galten. Es schepperte ordentlich, aber der Kampfgeist blieb ungebrochen.
Ein besonderes Highlight bot Nico im Hochsprung: Mit einem Doppelbeinabsprung und einer Prise „Zirkus Knie“ überquerte er die Latte – und das Publikum staunte (wir auch). Für Staunen sorgte auch Lukas, der im Weitsprung stolze 5,68 Meter erzielte.
Zwischendurch stand der offizielle Fototermin auf dem Programm. Die Aufgabe: ein halbwegs koordiniertes Gruppenfoto nach bereits mehreren Disziplinen. Das Resultat: dynamisch, schwarz-weis, aber definitiv geschichtsträchtig.
Nach einem intensiven ersten Tag war um 13:30 Uhr Schluss. Einige suchten Abkühlung im See, andere bevorzugten innere Hydrierung mit kühlen Getränken. Beides natürlich sportlich wertvoll.
Tag 2
Um 6 Uhr klingelte erneut der Wecker. Motivationslevel: mittel. Doch es half nichts – die nächste Runde wartete. Die Männer eröffneten den Tag mit dem 110m Hürdenlauf. Kommentatoren am Rande flüsterten etwas von „etwas schwerfälligen Gazellen“, doch alle schafften es ins Ziel – und das ist, was zählt. 😉
Beim Speerwerfen richteten sich die Augen auf unsere Spezialistin Noemi – bekannt für ihre punktgenauen Nicht-Treffer bei der Linie. Diesmal aber alles sauber, gültig, und das Ergebnis konnte sich sehen lassen!
Dann kam der Stabhochsprung bei den Männern: weniger olympisch, dafür sehr unterhaltsam. André glänzte mit einem artistischen Stangenkick, der vermutlich bald ins Showturnen übernommen wird.
Als letzte Disziplinen standen die Läufe an: 800m für die Frauen, 1500m für die Männer. Salome schaltete auf den letzten 100m den Turbo ein – Gerüchten zufolge wurde sie von einer Biene verfolgt.
Kurz darauf öffnete der Himmel seine Schleusen, der Wettkampf musste unterbrochen werden. Einige Männer hofften insgeheim, der Sturm würde den 1500m-Lauf einfach wegwehen. Tat er aber nicht. Nach 45 Minuten ging es weiter – mit ein wenig nassen Schuhen und müden Beinen. Nach vier langen Runden lagen unsere Kämpfer platt aber stolz im Ziel.
Fazit:
Alle angetretenen Turner:innen beendeten erfolgreich ihren Wettkampf – und dürfen sich nun mit Fug und Recht eidgenössische Zehn- und Siebenkämpfer:innen nennen. 💪
Bevor es zurück nach Hause ging, feierten wir unsere Erfolge standesgemäss – mit einem „blonden“ Getränk in der Hand und einem breiten Grinsen im Gesicht.
Danke Lausanne – wir kommen wieder!
Die Disziplinen in den Wettkämpfen:
7-Kampf Frauen: 100 Meter Hürden, Hochsprung, Kugelstossen, 200 Meter Lauf, Weitsprung, Speerwurf, 800 Meter Lauf
10-Kampf Männer: 100 Meter Sprint, Weitsprung, Kugelstossen, Hochsprung, 400 Meter Lauf, 110 Meter Hürden, Diskuswurf, Stabhochsprung, Speerwurf, 1500 Meter Lauf
