PN. Mehr oder weniger pünktlich um halb acht besammelte sich am Samstagmorgen eine kleine Turnerschar auf dem Rössliplatz. Ausgerüstet mit Wanderschuhen, Rucksack, Verpflegung, Regenbekleidung und viel guter Laune machten wir uns auf den Weg Richtung Ostschweiz. Trotz schlechter Wetterprognose konnten wir die Fahrt trocken und mit zwei, drei Sonnenstrahlen starten. Nach einem Kaffee- und Gipfelihalt näherten wir uns unserem Zielort, Wasserauen im Appenzell. Trotz modernster Technik im Cockpit mussten wir noch einen kleinen Umweg unter die Räder nehmen. Vielleicht hat ja auch die alte, bewährte Landkarte versagt. Je näher wir unserem Ziel kamen, desto dunkler wurden die Wolken. In Wasserauen angekommen, stärkten wir uns nochmals mit einem Gruss vom Albach und machten wir uns bereit zum losmarschieren.

Wir konnten ohne Regen loslaufen, aber bald ging es steil obsi und so waren wir bald durchgeschwitzt. Dann kam der Regen und wir wurden auch von oben nass. Zum Glück erreichten wir bald unser erstes Zwischenziel, das Hotel Forelle am Seealpsee. Kaum hatten wir drinnen die Bestellung aufgegeben, hörte draussen der Regen wieder auf. Froh, im Trockenen zu sein, gönnten sich die meisten ein grösseres oder kleineres Mittagessen oder ein Picknick draussen.
Nach kurzer Diskussion entschlossen wir uns, direkt auf die Mesmeralp zu wandern und auf den geplanten Weg zur Meglisalp zu verzichten. Gestärkt machten wir uns auf den Weg und es war uns vergönnt, doch noch den schönen Seealpsee bewundern. Leider dauerte es nicht lange und Petrus schickte uns den nächsten Gutsch. Der Weg Richtung Mesmer wand sich in steilen Serpentinen hoch und bald wurde aus dem Regen Schneefall. Endlich oben angekommen wurden wir zuerst von zwei Eseln und dann von der freundlichen Wirtin vom Berggasthaus Mesmer begrüsst. Nachdem sich jeder im Massenlager ein Bett ausgesucht und die Kleider zum Trocknen aufgehängt hatte, machten wir es uns in der Gaststube gemütlich. Es wurde ein fröhlicher und gemütlicher Abend mit einer schmackhaften Rösti mit Geschnetzelten zum Abendessen. Mit Spiel, Speis und Trank verging die Zeit sehr schnell und früher oder später suchte jeder sein Nachtquartier auf.

Am nächsten Morgen erwartete uns ein währschaftes Frühstück und wir planten den Sonntag. Nach Rücksprache mit der Wirtin entschlossen wir uns, die geplante Wanderung durchzuführen. Gemäss Wetterbericht sollte ja die Sonne kommen und es lag nicht allzu viel Schnee auf den Wanderwegen.
Frohen Mutes machten wir uns auf den Weg doch bereits nach ersten zwanzig Metern kamen wir vom Weg ab und der Wirt musste uns erst einmal den richtigen Weg weisen. Nachdem der Wanderweg anscheinend doch nicht so klar ersichtlich war übernahm unser bester Fährtenleser Yves – der Mann mit den glatten Sohlen – die Führung. Wir mussten noch zwei, drei heikle Stellen überwinden und erreichten dann wohlauf den höchsten Punkt der Wanderung, den Lötzlisälplisattel. Belohnt wurden wir mit Sonnenschein, schönen Aussichten auf die verschneiten Berge und einem Gipfelschnaps. Gebannt durften wir sogar eine Herde Gämse und Steinböcke beobachten. Nach einer kurzen Rast machten wir uns auf den weiteren Weg Richtung Restaurant Aescher. Das älteste Alpstein-Berggasthaus schmiegt sich beeindruckend an den senkrechten Felsen. Nachdem wir einen Tisch auf der sonnigen Terrasse ergattert hatten, liessen wir uns das Mittagessen schmecken. Immer mehr Leute strömten ins Restaurant und wollten uns unseren Tisch abspenstig machen. So nahmen wir bald den letzten Teil unserer Wanderung unter die Füsse, der uns vorbei am Wildkirchli und durch eine prähistorische Höhlengrotte hinauf zur Seilbahnstation Ebenalp führte. Dort gönnten wir uns die Talfahrt mit der Gondel. Unser letztes Ziel war Appenzell. Nach einer kurzen Besichtigung des Dorfes landeten wir bald in einem lauschigen Biergarten. Je nach Hunger und Gluscht gönnten sich einige ein Fondue, andere etwas Süsses oder nur etwas gegen den Durst. Bald darauf machten wir uns etwas müde aber zufrieden auf den Heimweg. Nach einer ruhigen Fahrt erreichten wir wohlbehalten Liesberg.

Besten Dank den Organisatoren, Marco, Gregory und André für die perfekte Planung und Umsetzung der Turnfahrt. Und natürlich auch unseren Chauffeuren Marco und Gregory für die sichere Fahrt und DJ Lena für die Bordunterhaltung. Es war eine sehr abwechslungsreiche und spannende Turnfahrt. Vielleicht hat es beim nächsten Mal wieder mehr Teilnehmer, es lohnt sich immer.

 

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